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Das News-Archiv der SG Selm

Witthoff, der Neunmeter Held

Witthoff, der Neunmeter Held

Manchmal gehört auch etwas Glück dazu. Und ein guter Torwart. Die SG Selm krönte eine starke Vorstellung bei den Hallenfußball-Kreismeisterschaften in der Peter-Demling-Halle in Münster-Gievenbeck mit dem Titelgewinn, gönnte den Zuschauern in der Endrunde allerdings auch einen gewissen Thrill-Faktor.

Gleich zweimal, sowohl im Halbfinale als auch im Endspiel, musste die Truppe von Mark Bördeling ins Neunmeterschießen. Und zweimal konnte sie sich auf die Reflexe ihres bärenstarken Keepers Lukas Witthoff verlassen.

Schon in der Schlussphase des dramatischen Finales gegen Davaria Davensberg parierte der Schnapper beim Stand von 2:2 – Sebastian Kramzik und Jens Heinrich hatten die Selmer mit 2:0 in Führung geschossen, Toni Smolnik und Hakki Atalan ausgeglichen – gleich dreimal grandios, um im anschließenden Shoot-Out mit zwei parierten Neunmetern endgültig zum Mann des Tages zu avancieren. Ähnlich spektakulär hatte der Schlussmann schon im Halbfinale GW Marathon Münster ausgeschaltet – 6:5 hieß es nach Neunmeterschießen. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit hatte Kramzik die Entscheidung hinausgezögert, als er einen Patzer von Marathon-Keeper Mohamed Jaber zum 1:1-Ausgleich nutzte.

Auch in der Gruppenphase hatte es der A-Ligist spannend gemacht und erst durch den abschließenden 5:4-Sieg über den Werner SC – der Bezirksligist hatte bis kurz vor Schluss mit 4:2 in Front gelegen – das Halbfinalticket gelöst. „Wir hatten heute einen sehr, sehr guten Torhüter, der die entscheidenden Dinger gehalten hat. Wir sind aber auch als Team super aufgetreten“, sagte Bördeling.

Der Werner SC, als Mitfavorit ins Rennen gegangen, enttäuschte am Endrundentag auf ganzer Linie und schied in der Gruppenphase nach drei Niederlagen ohne jeden Punkt aus. Trainer Kurtulus Öztürk war völlig bedient: „Ich bin stinksauer und gerade von den jungen Spielern sehr enttäuscht. Wenn man nicht in die Zweikämpfe geht, dann kommt so etwas zustande. Es geht mir nicht darum, dass wir nicht weiter gekommen sind, aber die Art und Weise passt nicht. Für so etwas muss ich mir nicht mein Wochenende vergeuden.“ Einziger Lichtblick in einem schwachen Kollektiv war der spielfreudige Dennis Klossek, der beim bitteren 4:5 gegen Selm an allen Toren beteiligt war. Christian Lehmann

Selm: Witthoff - Heinrich, Tumbrink, Kämper, Schulze-Weiling, Kramzik, David, Wolff

 

Quelle: Ruhrnachrichten https://www.ruhrnachrichten.de/lokalsport/selm/59379-Selm~/Fussball-Selm-wird-Hallen-Kreismeister-Werne-enttaeuscht;art927,2935003

 

Eintrag vom 01.02.2016