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Das News-Archiv der SG Selm

Lehmann spricht über seinen Wechsel zur SG Selm

Lehmann spricht über seinen Wechsel zur SG Selm

Der SG Selm gelang in der Sommerpause ein ganz besonderer Coup: Kevin Lehmann, zuletzt Stammkraft beim Regionalligisten SG Wattenscheid, wechselte zum Fusionsklub. Im Interview spricht Lehmann über seine Wechselgründe, seine Ziele und seine Rolle im Verein.

Herr Lehmann, haben Sie sich bei der Sportgemeinschaft schon gut eingelebt?

 Ja, auf jeden Fall, das ging ganz schnell. Mein bester Freund Mirco Scharen spielt ja bei der SG und ich kenne auch die Hälfte aller Spieler. Mit Mirco habe ich zum Beispiel früher bei Grün-Weiß gespielt, mit Tobi Tumbrink in Waltrop.

Was waren die Gründe für Ihren Wechsel?

Ich habe jetzt 15 Jahre auf höchstem Niveau gespielt. Das hieß, dass ich vier- bis fünfmal zum Training musste. Darauf hatte ich keine Lust mehr, ich wollte mehr Freizeit haben. Eigentlich hatte ich auch noch einen Einjahresvertrag bei Wattenscheid, aber ich habe mich schon nach neuen Vereinen umgeschaut. Der Kontakt kam dann über Tobias Tumbrink zustande, der mir per Whatsapp geschrieben hatte. Er fragte mich, ob ich es mir vorstellen könne, für die SG zu spielen. Da Selm mein Heimatverein ist, habe ich nicht lange überlegt. Nach einem Gespräch ging dann alles ganz schnell und wir konnten Einigung erzielen.

Wie beurteilen Sie die Qualität des Selmer Kaders?

Wir sind sehr stark. Mit Tobi, Juri Lebsack, Alex Schwegler und Jannis Pieper haben wir eine Menge Qualität, vielleicht sogar den besten Kader der Liga. Die Qualität des Kaders war mir beim Wechsel auch wichtig.

Mit der SG Selm sind Sie optimal in die Saison gestartet. Neun Punkte wurden eingefahren, Sie erzielten drei Tore und bereiteten einige Treffer vor. Wie lauten Ihre Saisonziele?

Wir sind wirklich gut gestartet, hatten kein leichtes Spiel in Vinnum und siegten letzte Woche im Topspiel gegen Herbern. Das verdient Respekt. Wir wollen natürlich oben mitspielen. Ich bin auch nicht nach Selm gewechselt, um im Mittelfeld der Tabelle zu spielen. Ich persönlich möchte natürlich viele Tore erzielen und das Spiel lenken.

In Selm stellen Sie den Spielmacher dar, der das Spiel aus dem Zentrum lenkt. In Wattenscheid haben Sie den linken Verteidiger gegeben. Wie kommen Sie mit diesem Positionswechsel zurecht?

In der Oberliga habe ich für Wattenscheid schon als Sechser gespielt, daher kenne ich die Position aus dem Zentrum. Hinter bin ich nach einigen Verletzungen in die Verteidigung gewandert. Da kann ich sowohl links als auch rechts spielen. Mit der Spielmacherposition in Selm komme ich gut zurecht.

Selm ist nach drei Siegen momentan Tabellenführer. Sie wechselten aus der Regionalliga zur SG. Wie beurteilen Sie das allgemeine Niveau in der Kreisliga? Fällt es Ihnen leicht, hier zu kicken?

Leicht nicht unbedingt, aber natürlich ist der Unterschied schon spürbar. Die Geschwindigkeit ist viel langsamer als in der Regionalliga. Außerdem wird in der Kreisliga körperbetonter gespielt. Ich muss mich hier erst einmal reinfinden. Momentan ist die Qualität der Liga für mich noch schwer einzuschätzen.

Der SuS Olfen gilt als härtester Konkurrent im Kampf um den Titel. Freuen Sie sich schon auf das Spiel im November im Steversportpark?

Gegen Olfen sind es auch nur zwei Saisonspiele in der Saison. Die nächsten Spiele, in denen wir der Favorit sein werden, sind schwieriger für uns, weil wir da gewinnen müssen. In Olfen wird es aber natürlich ein schönes Topspiel.

Wer kann der SG Selm beim Kampf um die Meisterschaft noch gefährlich werden?

Ich habe es bisher nur aus meinem Umfeld gehört, wer wirklich stark sein soll. Natürlich zähle ich dann neben den Olfenern auch Eintracht Werne, den SV Herbern II und Union Lüdinghausen als Bezirksligaabsteiger hinzu.

Der SC Capelle, ihr nächster Gegner am Sonntag, wird nicht dazugehören. SCC-Trainer Martin Ritz sprach von einer Sensation, wenn Capelle gegen die SG einen Punkt holen würde. Wie beurteilen Sie den nächsten Gegner?

Das wird ein schweres Spiel für uns, keine Frage. Capelle wird hochmotiviert sein, weil sie nichts zu verlieren haben. Die werden uns das Leben schwermachen wollen. Wenn wir aber unsere Qualitäten als vielleicht spielstärkstes Team der Liga auf den Platz bringen, dann gewinnen wir dieses Spiel, weil wir immer mindestens ein bis zwei Tore schießen.

Sie scheinen, momentan ganz glücklich mit Ihrer Situation zu sein. Können Sie sich vorstellen, ihre Karriere bei der SG Selm zu beenden?

Ich habe jetzt erst einmal gesagt, dass ich ein Jahr bleibe und dann weitersehe. Ich gucke mir natürlich die Entwicklung ein. Ich mache meinen Verbleib aber nicht vom möglichen Aufstieg abhängig. Einfach mal schauen.

Quelle.Ruhrnachrichten

 

Eintrag vom 04.09.2014